TSV Neu-Ulm I - SC Staig I 4:1 (3:0)

Torschütze: Philipp Reinhardt

Schwache erste Hälfe des SCS lässt Neu-Ulm jubeln – Allerdings wackelte der Tabellenführer gewaltig

Der TSV Neu-Ulm legte los wie die Feuerwehr und zeigte sich auch in der Chancenverwertung meisterlich unbarmherzig. Zudem erzielten die Hausherren ihre Tore zu den psychologisch wichtigen Zeitpunkten und hatten deswegen am Ende verdient die Nase vorn. So stand es bereits nach 25 Sekunden 1:0. Der SC Staig hatte sich einen fatalen Schnitzer im Spielaufbau geleistet. Zwar konnte Manuel Fetzer nach einem simplen Steilpass noch den Abschluss des TSV-Torjägers parieren, allerdings verwertete sein Sturmpartner den Abpraller. Nur fünf Minuten später legte der TSV nach; mit einem Slalomlauf durch die Staiger Defensive und einem überlegten Querpass auf den einschussbereiten Neu-Ulmer stand es nach sechs Minuten schon 2:0 für den Tabellenführer. Danach nahm der TSV den Fuß vom Gas und trug so den sommerlichen Temperaturen Rechnung. Staig kam folglich besser ins Spiel, zeigte in einigen Phasen sein technisches Potenzial, blieb aber insgesamt zu harmlos. So war es wieder am TSV, die Partie vermeintlich vorzuentscheiden. Mit dem Halbzeitpfiff gar das 3:0 für den Gastgeber.
Auch nach der Pause war die Partie zunächst ausgeglichen. Spätestens aber, nachdem sich Neu-Ulms Spielertrainer ausgewechselt hatte, kam SC Staig zu Vorteilen und spielte nun endlich den gewohnten Kombinationsfußball. Für Neu-Ulm traf zwar der bullige Stürmer nach einer Ecke den Querbalken, doch im direkten Gegenzug gelang Philipp Reinhardt der Anschluss (63.). Staig drängte jetzt, hatte aber bei den drei Großchancen von Fabian Volz (75.), Jens Geiselmann (76.) und Onur Alkan (78.) Pech. Der Tabellenführer wankte in dieser Phase gehörig, fiel aber nicht. Neu-Ulm war wieder zur Stelle und beendete die Drangphase des SCS mit dem 4:1 aus stark abseitsverdächtiger Position (79.). Schlussendich ein verdienter Sieg des Aufstiegsanwärters aufgrund Durchgang eins; hätte allerdings der SCS in der Drangphase auf 2:3 verkürzt, wäre die Partie womöglich bis zum Ende spannend und aufregend geblieben. Schade.

Es spielten: Manuel Fetzer – Pascal Geiselmann, Maurice Huber, Felix Herr, Fabian Möbius – Nico Märkle, Robin Dickmann (46. Onur Alkan), Manuel Kohn (75. Fabian Volz), Raoul Schöttle (56. Christian Hille), Jens Geiselmann – Philipp Reinhardt

 

TSV Obenhausen I - SC Staig II 4:0 (3:0)

Torschütze: Fehlanzeige

Standesgemäßes Ergebnis gegen Aufsteiger – Vorwalder verhindert höheres Ergebnis

Die Partie gegen den Tabellenführer aus Obenhausen war wie erwartet von Anfang an eine einseitige Angelegenheit. Der Torreigen wurde schon in der 7. Minute eröffnet. In der Folge zog sich der SCS ganz weit in die eigene Hälfte zurück und ließen die Einheimischen nach Lust und Laune spielen. Vor dem Tor der Staiger brannte es deswegen zeitweise im Minutentakt: eine Kopfballgelegenheit (21.), Großchance Obenhausen (30.), weiter scheiterte der TSV-Stürmer mit einem Lupfer am Querbalken und den Nachschuss setzte er an den Pfosten (31.). In der 37. Minute somit folgerichtig nach einem wunderbaren Angriff das 2:0. SCS-Keeper Michael Vorwalder verhinderte mit seinen Paraden noch schlimmeres Unheil für seine Mannschaft. Beim 3:0 war auch er allerdings machtlos, als sein Mitspieler Fabian Ludwig eine Hereingabe in die eigenen Maschen lenkte (45.).
Nach dem Seitenwechsel ließen es die Hausherren ruhiger angehen, ohne die Kontrolle über die Partie zu verlieren. Kurz nach Wiederanpfiff stand erneut Vorwalder zwei Mal im Mittelpunkt des Geschehens. Zuerst klärte er und dann parierte er den Nachschuss bravourös (47.). Nach einer Stunde wagten sich der SCS ausnahmsweise in Richtung Obenhausener Gehäuse, doch der Abschluss von Uwe Scheck segelte über das Kreuzeck. Ein Distanzschuss stellte den 4:0-Endstand her (72.).

Es spielten: Michael Vorwalder –Jan Weiß, Fabian Ludwig, Jonas Bailer, Uwe Scheck – Daniel Bailer (61. Florian Heilbronner), Mathias Schadenberger (46. Sebastian Ludwig), Patrick Geschwentner, Timo Scheck (81. René Vogt), Tobias Schädler (57. Mika Endl) – Jonas Ott